Startguthaben beim Tagesgeld sichern!

Was für Möglichkeiten hat man heutzutage noch als Anleger groß Rendite zu erzielen? Seit dem Jahr 2001 war Tagesgeld der Liebling der deutschen Anleger. Es gab ein hohes Leitzinsniveau und somit auch ein hohes Niveau der Tagesgeldzinsen. Dies hat sich in der Vergangenheit leider etwas geändert, d.h. auf einmal gibt es ein sehr niedriges Leitzinsniveau (geschuldet aus der internationalen Finanzkrise und Bankenkrise) und somit auch niedrigere Tagesgeldzinsen.

Angefangen hat alles Ende 2008 und Mitte 2009 wurde es dann richtig schlimm. Auf die Spitze getrieben wurde es Ende 2012 und Anfang 2013 als nur noch ein einziger Tagesgeldanbieter 2 Prozent Zinsen konnte.

Immer noch gibt es vereinzelt Banken, die beim Tagesgeld und Festgeld die Zinsen weiterhin um einige Prozentpunkte senken.

Startguthaben bieten die meisten Banken kostenfrei an

Startguthaben waren für die zahlreichen Direktbanken eine Möglichkeit Neukunden dennoch für ein Tagesgeldkonto zu begeistern. Diese Aktionen (z:B. der Bank of Scotland oder 1822direkt) wurden allerdings Ende 2012 eingestellt, sodass die Möglichkeit auf Startguthaben auf einmal dahin schmolz. Vorher waren diese auf einem Niveau von 25 € bis 30 € und haben zumindest junge Kunden dazu bewegt ein Konto zu eröffnen.

Startguthaben sind in der Sparte Girokonten und Kreditkarten weiterhin ein großes Thema und auch sehr beliebt. So gibt es bis zu 100 € Startguthaben wenn man das Girokonto als gehaltskonto führt. Im Bereich der “Ohne Wenn und Aber” bzw. “Ohne Bedingungen”-Konto gibt es immerhin noch 70 € Startguthaben wie z.B. von der Netbank. 50 € Startguthaben werden hier von zahlreichen unterschiedlichen Banken vergeben.

Die Startguthaben bei Bankkonten sind höher als beim Tagesgeld weil ein höherer Neukundeneffekt zu erzielen ist. Die Kunden werden beim Abschluss eines Girokonto zu Bestandskunden und nicht nur zu Geldanlegern wie z.B. bei der Tagesgeldanlage.

Nicht viele Banken bieten gute Zinsen

Derzeit gibt es mehr als 75 verschiedene Tagesgeldkonten in Deutschland. Schon 2/3 dieser Konten sind für deustche Anleger allerdings uninteressant weil die Zinsen deutlich unterhalb von einem Prozent sind. Nur 10% der Konten mit einem Zinssatz von 1,6 Prozent oder mehr sind für zinsinteressierte Tagesgeldfreunde interessant. Gibt es überhaupt noch mehr Faktoren als den Zinssatz, die für Anleger interessant sind? Neben dem fehlenden Startguthaben ist es die “Zinszahlung” bzw. die Häufigkeit der Zinszahlung. Die meisten Banken zahlen den Zinssatz 1x quartalsweise aus.

Einigen zahlen nur 1x pro Jahr. Allerdings existieren Direktbanken deren Auszahlungshäufigkeit bei “täglich” oder wöchentlich liegt. Somit kann man fast live zuschauen wie die Zinsen und Zinseszinsen auf dem Konto gutgeschrieben werden. Durch den Zinseszinseffekt kommen sogar noch mehr Zinsen zusammen.

Derzeit werden von Finanzportalen und Finanzzeitschriften bei den Banken Umfragen durchgeführt wie sich die Zinsen im Bereich Tagesgeld weiterentwickeln werden und wie die Banken die Entwicklung des Leitzinses voraussehen. Dies würde ich aber mit einem Blick in die Glaskugel oder Kaffeesatzleserei bezeichnen.

Tagesgeld außerhalb Deutschlands?

Auf den Finanzmärkten herrscht weiterhin Unruhe und neben Griechenland und Spanien ist Zypern nun ein Sorgenkind. In Zypern sind unglaublich viele FInanzinstute und Broker registriert. Somit ist dies für die ganze Broker-Branche ein sehr schlechtes Aushängeschild und trägt nicht gerade zum Vertrauen der Trader bei.

Frust ist bei deutschen Anlegern eingekehrt. Leider gibt es Firmen, die dies ausnutzen und mit unrealistisch hohen Zinsversprechungen unter dem Namen “Tagesgeld” werben. Davon sollte man sich aber keineswegs blenden lassen.

Meist sind solche Geldanlagen kein echtes Tagesgeld und bergen hohe Risiken wie das Risiko eines Totalverlusts.
Sehr interessant ist z.B. das neue Tagesgeldangebot der Renault Bank, auch wenn es hier kein Startguthaben und nur einen Zinssatz von 1,85 Prozent gibt.